Cuba 27.11.-18.12.2017 Tag 8 – Sancti Spíritus – Camagüey 185 km

Die heutige Etappe von  185 km nach Camagüey legten wir beinahe ohne Halt zurück. Das hielt uns allerdings nicht davon ab, während der Fahrt einige der vielen Eindrücke dieses Landes festzuhalten.

Die heutige 8. Etappe
Detailroute

Kurz nach Verlassen der Stadt Sancti Spíritus überquerten wir den Rio Tuinuca über eine Metallbogenbrücke.

Brücke über den «Rio Tuinuca» kurz nach Sancti Spíritus

Wir kamen nun durch ein wesentlich flacheres Gebiet als auch schon auf dieser Reise. Hier ist die Landschaft geprägt durch viel Weideland mit Rindern und Pferden. Aber natürlich auch mit Bananenplantagen und Zuckerrohrfeldern.

Weideland mit Rindern
Riesige Zuckerrohrfelder
Mit Hörnern
Eine typische kubanische Landstrasse – «Carretera Central de Cuba»

Interessant zu sehen war auch immer wieder, wie fruchtbar das Land hier ist. Wenn hier Holz geschlagen wird um Zäune zu bauen, dann ist das dem Holz egal, es wächst einfach weiter, auch als Zaunpfahl. 😉

Lebende Zäune

In Kuba gibt es auch ein beachtliches Schienennetz, welches grösstenteils von der staatlichen Eisenbahngesellschaft Ferrocarriles de Cuba (FCC oder FC, auch: Ferrocarriles Nacionales de Cuba) betrieben wird.  Das Streckennetz mit Normalspur (1435 mm) erstreckt sich von Guane (Provinz Pinar del Río) im westlichsten Teil der Insel bis zur Bucht von Guantánamo im Ostteil. Es umfasst ohne Berücksichtigung der Zuckerbahnen rund 4226 Kilometer, von denen 140 Kilometer elektrifiziert sind. Aufgrund der gestreckten Form Kubas gibt es eine Hauptstrecke in West-Ost-Richtung von Havanna über Santa Clara, Ciego de Ávila, Camagüey und Las Tunas nach Santiago de Cuba, die sich in Nebenstrecken nach Cienfuegos, Sancti Spíritus, Nuevitas und Holguín verzweigt bzw. nach Pinar del Río und Guantánamo verlängert.

Auf unserer Reise überquerten wir einige Bahnstrecken, die grösseren über Brücken die kleineren via einfachen und völlig ungesicherten Bahnübergängen mit lediglich einem Andreaskreuz.

Eine der grösseren Eisenbahnstrecken
Typischer Bahnübergang in Kuba
Sind wir hier in Florida?
Wir kommen nach Camagüey

Camagüey ist mit 323.309 Einwohnern (Zensus 2012) die viertgrößte Stadt Kubas und Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Dort angekommen mussten wir als erstes mal unser Hotel suchen, was in dieser doch etwas grösseren Stadt nicht ganz einfach war. Grundsätzlich wussten wir wo es sein sollte, aber auf Google Maps sind nicht immer alle Einbahnstrassen eingezeichnet, was uns vor Probleme stellte. Fuhren wir dann mal in die falsche Richtung, wurden wir freundlich von Passanten auf diesen Umstand hingewiesen. Als ich dann jemanden fragte ob er mir helfen könnte diese Adresse zu finden, entgegnete der, das wir hier völlig richtig seien. Es stellte sich dann heraus dass der Mann sogar im Hotel arbeitet.  Wir wurden sofort hineingeführt und herzlich mit einem Welcome Drink empfangen.

Bei der roten Markierung ist unsere Unterkunft…

Dann musste ich mein Auto in die Garage stellen, was in dieser engen Strasse eine kleine Herausforderung war. Ich musste retour über zwei Holzkeile, welche den Strassengraben überbrückten, in die Garage zirkeln. Grösser hätte das Auto auf alle Fälle nicht sein dürfen. 

Die Garage – Man beachte den Strassengraben…
Reinzirkeln
Die Keile etwas schieben bis es passt
Und drin

Nachfolgend ein paar Eindrücke des Hotels

Unser rosarotes Badezimmer…
Dachterasse
Eine eigene Bar im Haus

Dann machten wir uns auf um die Sehenswürdigkeiten von Camagüey zu besichtigen. Zum Beispiel das Teatro Principal welches 1850 erbaut und 1926 nach einem Brand wieder aufgebaut wurde. Es werden heute noch diverse Ballet Aufführungen angeboten.

Teatro Principal in Camagüey
Unabhängigkeitsbaum, gepflanzt 1902

Das «Centro de Convenciones Santa Cecilia» befindet sich in einem der schönsten Paläste, die 1928 im historischen Zentrum der Stadt Camagüey, der ehemaligen «Villa de Santa María del Port-au-Prince», direkt an der «Plaza de los Trabajadores» eröffnet wurden.

«Centro de Convenciones Santa Cecilia»

Nach einer Restaurierung erwacht das Gebäude als majestätische Installation und Juwel der Architektur zum Leben. Das Kongresszentrum Santa Cecilia beherbergt die »Casa de Cultura de Camagüey», benannt nach Ignacio Agramonte, die täglich verschiedene Zuschauer, Kinder, Jugendliche und Erwachsene in ihren Sälen empfängt, um die künstlerischen Werte des Amateurtanzes, der bildenden Kunst, der Musik und zahlreicher Kultur- und Freizeitaktivitäten schätzen zu lernen.

In unmittelbarer Nähe befinden sich die Kirche «Nuestra Señora de la Merced», das Geburtshaus von Ignacio Agramonte, ein kubanischer Rechtsanwalt und Freiheitskämpfer während des Unabhängigkeitskampfes gegen Spanien (1868–1878), das Hotel «E Gran Hotel», das Stilleben von Don Cayetano und das Teatro Principal von Camagüey.

Kirche «Iglesia De Nuestra Señora De La Merced»
Das Geburtshaus von Ignacio Agramonte

El Gran Hotel

Das Weltkulturerbe ist in einem recht guten Zustand, viele Gebäude, Plätze und Kirchen, wie zum Beispiel die «Iglesia Catedral de Nuestra Señora de la Candelaria» sind sehr schön restauriert. In der Kirche konnten wir bis in die Spitze des Kirchturms steigen. Dort oben hatten wir eine herrliche Aussicht auf die ganze Stadt.

«Iglesia Catedral de Nuestra Señora de la Candelaria»
Im Innern der Kirche

Die Turmuhr von Innen

Im Innern des Turmes konnte man auch einen Blick auf die Turmuhr werfen. Hinten das Uhrwerk und im Fenster die recht abenteuerlich verkabelte Beleuchtung.

Die Aussicht vom Turm

Der «Parque Ignacio Agramonte»

Dann hatte man einen wunderbaren Blick auf die «Iglesia del Sagrado Corazón de Jesús» und in der Ferne sahen wir ein sehr vertrauenserweckendes Riesenrad.

 

«Iglesia del Sagrado Corazón de Jesús»
Da gibt es sogar ein Riesenrad
Hier sieht man sehr schön die Kirchen. Bei der unten links waren wir auf dem Turm

Wir entwickeln uns auf dieser Reise langsam zu richtigen Turmsteigern…

Wir schlenderten dann weiter durch die Stadt ins historische Zentrum. Alles war sehr gut beschildert, es gab sogar eine Touristen-Route.

Die Touristen-Route damit man nichts verpasst
Im Historischen Zentrum
Was zu trinken gabs natürlich auch
Ein paar sehr originelle Statuen
Wiiberrundi
Mal schauen was in der Zeitung steht

Wir fanden dann ein sehr gut aussehendes Restaurant, in dem wir gleich einen Tisch reservierten für den Abend. Zurück im Hotel dann zum Apero  einen Mochjito bevor wir uns dann mit dem Velotaxi zum Restaurant 1800  chauffieren liessen.

Das Essen hier war einmal mehr wieder sehr gut. Die Stühle waren „etwas“ niederig, das sah dann ziemlich lustig aus.

Gebackene Crevetten im Restaurant 1800
Fleisch
Tisch zu hoch oder Stuhl zu niedrig?
Erinnerungsfoto im Restaurant 1800
Die imposante Bar

Nach dem vorzüglichen Essen wollten wir noch unsere hauseigene Dachterassen-Bar ausprobieren. Wir haben den Barkeeper gerade noch erwischt bevor er zumachen wollte. Er rechnete nicht mehr mit uns, obwohl wir angekündigt haben dass wir später wiederkommen. Er hat uns dann doch noch bedient und solange ausgeharrt, bis wir schlafen gegangen sind.