Cuba 27.11.-18.12.2017 Tag 7 – Sancti Spíritus – Trinidad – Sancti Spíritus 141 km

Heute nach dem Frühstück machte ich noch eine kleine Foto-Tour durch den «Parque Serafín Sánchez», der direkt vor unserem Hotel lag.

Parque Serafín Sánchez

Danach fuhren wir los und suchten mal wieder eine Tankstelle. Wir stellten fest, dass dieses Unterfangen in einer Stadt wesentlich einfacher ist als irgendwo ausserhalb der Zivilisation.
Dann stand ein Ausflug nach Trinidad auf dem Programm, welches gemäss diversen Reiseempfehlungen die schönste der Kolonialstädte sei und unbedingt angeschaut werden müsse.

Unterwegs fanden wir einen tollen Aussichtspunkt, «El Mirador» von dem aus man über das ganze «Valle de los Ingenios – Das Tal der Zuckermühlen» blicken konnte. Eine traumhafte Aussicht über das ganze Tal in dem früher die Zuckerbarone ihre Plantagen hatten und die Sklaven für sich arbeiten liessen. Natürlich hat es dort auch ein Restaurant, schliesslich muss man den Touristen ja etwas bieten.

Valle de los Ingenios

Wir wunderten uns über das Seil das bis zu einem Hügel gespannt war. Wir  bemerkten dann später, dass dies eine weitere Touristenattraktion war. Daran konnte man sich einhängen und hoch in der Luft rasant über den Abgrund gleiten.

Fast wie fliegen
Weiter nach Trinidad

In Trinidad angekommen gestaltete es sich sehr schwierig einen Parkplatz zu finden. Die Wegweiser zeigten alle direkt in das historischen Zentrum, in dem die Strassen aber nur aus aufgereihten Steinenblöcken bestanden. Diese Verkehrswege glichen eher einer alten römischen Strasse als einem Fahrweg für neuzeitliche Autos. Die Einheimischen fuhren dort aber trotzdem. Etwas ausserhalb fanden wir dann einen Platz um unser Auto gegen eine Gebühr von 1 CUC abzustellen und marschierten ins Zentrum.

Diese Strasse sieht noch verhältnismässig gut aus

Was wir dort allerdings vorfanden, war nicht so das was wir erwartet hatten. Es war sehr dreckig und es lag viel Abfall herum. Das war eine Seite die wir bisher von Kuba nicht kannten, alle anderen Orte, die wir besuchten, waren sehr sauber, auch auf den Strassen sieht man wenig Müll. Möglicherweise waren das aber auch noch die Überreste des nächtlichen Treibens am Samstag Abend…

Iglesia Mayor Santísima Trinidad

Die «Iglesia Mayor Santísima Trinidad» ist einer der größten Tempel auf kubanischem Gebiet. Seine Architekten waren Emilio Echeverría Besada und Ignacio Garrido, die den Bau um etwa 75 Jahre verzögerten (1817-1892), was zu verschiedenen Veränderungen im Bauprojekt führte, indem sie das Gebäude durch verschiedene Baustile wie die neoklassische bis die griechische und die akademische Version führten, die die Trends beleuchteten, welche in der kubanischen Architektur im neunzehnten Jahrhundert vorherrschten.

Mitten in Trinidad

Eine der größten Touristenattraktionen ist die Plaza Mayor, deren Flair noch heute an die Kolonialzeit erinnert. Alle bedeutenden Museen sind rund um diesen Platz zu finden, etwa das Museo Romántico im ehemaligen Palacio Brunet und das Architekturmuseum. Das koloniale Zentrum mit etwa 600 m Durchmesser ist zum großen Teil erhalten, die meisten Häuser werden bewohnt.

Plaza Mayor
Das Zentrum von Trinidad auf Google Maps
Treppe hinauf zum «Casa de la musica»
Immer musikalische Unterhaltung

Auf dem Rückweg machten wir Halt in der «Hazienda Manaca Iznaga» im «Valle de los Ingenios». Die Fruchtbare Erde mit viel Sonne und genau der richtigen Niederschlagsmenge – das brauchte Zuckerrohr und deshalb war das Valle de los Ingenios in der Nähe der einstigen Zuckermetropole Trinidad auch besonders gut für die Zuckerproduktion geeignet. Das heutige UNESCO Weltkulturerbe versetzt einem in andere Zeiten: In die Zeiten der reichen Plantagenbesitzer, die ihre Sklaven für ihren Reichtum schuften liessen.

Die «Hazienda Manaca Iznaga»

Dort steht auch der «Torre de Iznaga» –  der Sklaventurm – so genannt weil vom imposanten Turm mit einer Höhe von 45 Metern die Sklaven des riesigen Anwesens «Manaca Iznaga» überwacht wurden. Doch der Turm diente eigentlich nicht nur zur Überwachung, sondern sollte dem Bruder des reichen Zuckerbarons auch seine absolute Überlegenheit demonstrieren – denn damals fand im Valle de los Ingenios ein Konkurrenzkampf zwischen den Brüdern statt, die sich natürlich beide dem Zuckergeschäft verschrieben hatten. Direkt am Fuß des Turms ist eine Glocke zu sehen. Diese Glocke gab damals den Sklaven das Signal, dass sie zur Arbeit zu gehen haben.

«Torre de Iznaga»

Für eine Gebühr von 1 CUC konnte man den Turm besteigen. Das taten wir natürlich und erklommen die steilen Holztreppen bis in die Spitze des Turms. Die Mühen haben sich aber gelohnt, denn der Ausblick von diesem Turm war atemberaubend.

Hier gehts hinauf
Die Treppen zur Turmspitze
Die Treppen sind ein bisschen steil
Guckloch
Herliche Aussicht oben im Turm
Schatten des Turms – 45 m runter gehts da

Während wir die Aussicht oben auf dem Turm genossen, sahen wir plötzlich das mitten im Grünen ein Zug näher kommt. Also eigentliche eine Lok mit 2 Wagen, die in sehr gemächlichem Tempo über die krummen Schienen ratterte. Wir konnten dann beobachten wie das Züglein in den Bahnhof von Iznaga einfuhr.

Ein Züglein ist unterwegs
Bis in den Bahnhof von Iznaga

Nach dem erfolgreichen Abstieg gönnten wir uns eine kleine Erfrischung in Form einer frischen Kokosnuss.

Als Belohnung gibt es noch eine frische Kokosnuss

Auf dem Rückweg sahen wir dann wieder einige der typischen Propaganda-Schilder die überall in Kuba rumstehen.

Immer wieder solche Schilder
Die heutige Etappe

Zurück in Sancti Spiritus stieg ich noch auf das Dach unseres Hotels von dem man einen herrlichen Überblick über den «Parque Serafín Sánchez» und die umliegenden Häuser mit all den Fidel und Che Flaggen hat.

Hier gehts aufs Dach
«Parque Serafín Sánchez»

Auch das liest man immer und überall
Che Guevara ist allgegenwärtig

Heute entschieden wir uns, im Hotel zu essen. Die Karte sah vielversprechend  aus.

Der Speisesaal

Auf die Frage nach Wein entgegnete die Kellnerin, dass es einen spanischen Tischwein oder etwas Chilenisches gab. Wir trauten dem Tischwein nicht und so wählten wir den Chilenischen. Weshalb wir aber dann einen vorzüglichen spanischen Sangre de Toro erhielten enzieht sich unserer Kenntnis.

Guter Tropfen

Das Essen war gut, auch wenn der Crevettencocktail nicht ganz der Beschreibung standhielt, die Pasta etwas weich und das Fleisch leicht zäh war, schmeckte das Menu ausgezeichnet.

Abendessen

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